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Heinrich von Herzogenberg zum 175. Geburtstag

Heinrich von Herzogenberg, um 1880

Am 10. Juni 1843 erblickte in Graz der Komponist das Licht der Welt, die er später mit hochkarätigen Musik-Werken der unterschiedlichsten Couleur beglücken sollte. Zu Lebzeiten durchaus geschätzt, geriet sein Schaffen nach seinem Tod am 9.10.1900 schnell in Vergessenheit. Prof. Konrad Klek hat vor etwa 25 Jahren Herzogenberg zu seinem Lebensthema erwählt und seither unablässig mit Konzerten, Noteneditionen, Aufsätzen in diversen Organen und v.a. als Präsident der Internationalen Herzogenberg-Gesellschaft (Heiden/Schweiz) die Werbetrommel gerührt.

Am „runden Geburtstag“ gibt es in der Erlanger Orangerie spezielle „Köstlichkeiten“ aus dem Fundus der Herzogenberg-Werke zu erleben: Zunächst ab 19 Uhr im Wassersaal Toscanische Volkslieder, komponiert für eine Berliner Hochschulkollegin, die ein „Barock-Freak“ war, daher für Sopran und Cembalo tituliert, aber nicht wirklich mit Cembalo zu spielen. Es singt die Freiburger Sopranistin Dorothea Rieger. Prof. Klek setzt sich dazu an einen Hammerflügel, der klanglich dem Cembalo näher steht. Um 20.15 Uhr kommt das im Musiksaal der Orangerie geparkte Klavier des Komponisten aus seinem Schweizer Sommerhaus (Heiden) zum Einsatz mit Fugen über das Motiv C-a-f-f-e-e, die als anspruchsvolle kompositorische Studien mit Pfiff geschrieben sind. Besinnlicher Abschluss ist ab 21.15 Uhr im Musiksaal eine Darbietung der besonderen Perle in Herzogenbergs Schaffen, die Geistlichen Gesänge op. 89 über bekannte Gedichte von Eichendorff, Goethe und Mörike für die singuläre Besetzung Sopran, Violine und Orgel. Zusammen mit Prof. Klek agieren hier die Stuttgarter Sopranistin Lydia Zborschil und der Geiger Andreas Berge aus Bad Mergentheim. Aus dem zeitgenössischen Kontext erklingen zudem einzelne Werke der Erlanger Universitätsmusikdirektoren J.G. Herzog und E. Oechsler, mit denen Herzogenberg in Kontakt stand, sowie vom Münchner J.Rheinberger.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. In den Pausen gibt es erlesenen Wein, der „Herzogenberg“ auf dem Etikett führt.